Deutsche Schatzsucher Meisterschaft

Deutsche Schatzsucher Meisterschaft

Martin Schäffler gewinnt die DSM (Deutsche Schatzsuchermeisterschaft) 2019 mit dem TEKNETICS G2 Metalldetektor!

DSM2

Der Tag an dem ich deutscher Schatzsucher Meister wurde!

Am 25. Mai 2019 war ich Teilnehmer bei der 39. deutschen Schatzsucher Meisterschaft in Reinsfeld bei Osburg. Insgesamt nahmen 287 Personen an diesem Schatzsuchertreffen auf einer Fläche von circa acht Fußballfeldern teil. Als Fundobjekte wurden 1240 Wertungstoken und zahlreiche Kursmünzen versteckt. Der Durchschnitt wäre 4,3 Token pro Schatzsucher gewesen.
Ich habe mit meinem Teknetics G2 insgesamt 20 Tokens und 23 Münzen gefunden, also insgesamt 43 gute Funde. Ich habe nur fünf andere Signale ausgegraben die keine Münzen oder Tokens gewesen sind, das waren: 2 Hülsen, eine Aluscheibe, ein kleines Alu Blech und ein Blei Schmelzguss. Da ich letztes Jahr schon bei der Schatzsucher Meisterschaft teilgenommen hatte und Platz 5 erzielt habe wusste ich, dass es auf die Schnelligkeit ankommt. Die ersten 30-45 Minuten sind entscheidend. In dieser Zeit muss man die Masse an Wertungs Coins gefunden haben. Danach ist es schwierig, da das Absuchen eines solchen Feldes mit derart vielen Metallsonden zügig geht. Also war mir bewusst: Ich muss schnell und effektiv sein. Darum habe ich mich wieder für meinen Teknetics G2 entschieden, mit dem ich letztes Jahr auf der Meisterschaft zwei von drei vergrabenen Goldmünzen gefunden hatte. Dies war unglaubliches Glück! Die stochastische Wahrscheinlichkeit gleich zwei von drei Goldmünzen bei so vielen Suchern zu finden beträgt deutlich unter 0,5%. Zusätzlich war die erste Goldmünze auch mein erstes Signal, das ich detektierte und ausgrub! Nach ca. 1 Minute schon Gold! Der Wahnsinn unter 1500 versteckten Token eine der drei Goldmünzen zu finden. Nach 30 min dann die zweite! Unfassbar! Mit den insgesamt 16 Token und den 2 Goldenen kam ich 2018 auf den fünften Platz, wobei mir aber einige wichtige Minuten verloren gegangen sind: Einerseits wegen meiner großen Freude und andererseits aufgrund eines Interviews mit der Bildzeitung.
Der unglaubliche Erfolg vom letzten Mal lastete mir schon etwas an, denn ich wurde von mehreren Teilnehmern angesprochen: „Da ist er wieder der Goldjunge!“, oder ähnliche Sprüche. Mir selbst war klar, dass es extrem unwahrscheinlich ist dieses Jahr wieder eine Goldmünze zu finden. Darum habe ich mir das Ziel gesetzt wieder unter den Top 10 der Siegerplatzierungen zu sein. Um schnell und effektiv Suchen zu können, machte ich mir folgenden Plan: Ich nutze meinen Digging Belt mit Fundtasche und Pinpointer inklusive elastischem Kabel rechts von mir in Hüfthöhe befestigt, da ich Rechtshänder bin. Auf dem Rücken einen Camelbag gefüllt mit 1,5 Liter Wasser und Trinkschlauch, damit ich jederzeit schnell an Flüssigkeit komme - ohne Zeit zu verlieren. Als Grabungswerkzeug entschied ich mich für eine US Pionierhacke. Diese ist nicht schwer und dringt gut und schnell in den Boden ein. Zwei oder drei Schläge und die 10 Quadratzentimeter in denen das Fundobjekt zu erwarten ist sind aufgegraben, dann PinPointer hineinhalten, orten und Fundobjekt herausnehmen. Dabei habe ich mich am Boden hingekniet, wobei mich die Kniepolster, die in meiner Hose integriert sind, gut unterstützen. Loch wieder zugemacht und weiter! Möglichst schnell laufen und die Spule im circa 160 Grad Radius schön flach über die frisch gemähte Wiese schwenken lassen.

Als sich die ca. 280 Sucher auf dem Wettkampfgelände zum Suchen an der imaginären Startlinie bereit standen wurden die Sonden in die Luft gehoben und als ein Startsignal ertönte ging das Rennen los. Nach zwei Minuten das erste Signal eine Kursmünze das Zweite kurz darauf auch wieder. Danach grub ich den ersten Token, einem keltischen Regenbogenschüssel nachempfunden, aus. Zum testen des Leitwertes, platzierte ich den Fund wieder kurz im Loch und schob etwas Erde darüber. Dieser markante Leitwert von 60/61 war sehr stabil und ich setzte meinen Diskriminator auf ca. 50, um nur noch diese Tokens oder eventuell die Goldmünzen zu detektieren. Das mit der Einstellung klappte sehr gut und meine vorher überlegte Taktik zeigte Erfolg. Meine Fundtasche füllte sich kontinuierlich mit Kursmünzen und Tokens. Ich ging unbeirrt meines Weges zur anderen Seite des Feldes und wieder 1/4 der Strecke zurück und hatte in dieser Zeit bzw. Strecke relativ unabgesuchte Flächen. Danach war die Wiese sehr ausgeglichen mit Sondlern übersäht. Ich suchte mir das hintere Zentrum heraus und suchte dort intensiv weiter. Als nach 45-60 Minuten nichts mehr zu finden war, entschloss ich mich nochmals an meinem Startpunkt zu gehen, um dort zu suchen. Und in der Tat fand ich noch einen Token. Ich freute mich, dass meine akribische Suche doch noch Erfolg gehabt hat. Und ich wusste, dass dieser Eine letzte Fund wichtig für meine Wertung werden würde. Einige Sucher gaben ihre Fundbeutel allmählich ab und auch ich setzte mich nieder um die gesammelten Coins zu begutachten. Genau mitgezählt hatte ich nämlich nicht, dafür waren es zu viele. Ich zählte 20 Token und 23 Kursmünzen! Und das gab mir ein gutes Gefühl und mein Ziel in den Top 10 zu landen schien greifbar. Auf dem Rückweg tauschte ich mich mit einigen mir bekannten Sondlern aus, aber nur wenige hatten über zehn Tokens gefunden. Das gab mir das Gefühl, dass ich und mein Teknetics eine sehr gute Leistung abgegeben haben.

Wieder zurück an unseren RMMS Army Surplus und Digging Equipment Stand wartete meine Freundin Nadine auf mich, die mir den Auftrag gegeben hatte ihr eine Goldmünze mitzubringen. Dieser Wunsch blieb ihr jedoch verwehrt. Aber ich sagte ihr, dass es für mich eigentlich nicht so schlecht lief. Nadine war in Eile, da sie gefragt wurde, ob sie bei der Auszählung der Fundbeutel mithelfen könne und dies natürlich tat. Die Preisverleihung stand an, zunächst die Jugendmeister, dann die Erwachsenen. Als Platz 10 verlesen wurde war mir klar, dass ich mit meinen 20 vorne dabei bin. Platz 2: 19 Tokens! Der eine Token nach dem ich so lange gesucht habe führte mich zum absoluten Sieg: 20 Tokens! Platz 1! Freudiges Gejubel! Deutscher Schatzsucher Meister 2019. Als Preis gab es einen Equinox 600 !!!
Ich hoffe euch hat mein kleiner Erlebnisbericht gefallen.

Es grüßt euer Schatzsuchermeister Martin Schäffler